6D/Fb: Ambivalenter Palmsonntag: Eine Gesellschaft zwischen Freud und Leid. – Fastenzeit-/Feiertagsimpuls – Impuls-Reihe Teil 18 – Lange Nacht der Kirchen

Posting on: www.facebook.com/langenachtderkirchen / Freitag, 18. März 2016

LINZER Update: Impuls-Reihe Teil 18/Fastenzeit-/Feiertagsimpuls: Ambivalenter Palmsonntag: Eine Gesellschaft zwischen Freud und Leid.


Ambivalenter Palmsonntag: Eine Gesellschaft zwischen Freud und Leid.

Foto: © 2016 Michaela Greil/MIG-Pictures e.U.

Dornen und Grünes. Ambivalenter Palmsonntag: Eine Gesellschaft zwischen Freud und Leid; Foto: © 2016 Michaela Greil/MIG-Pictures e.U.

Dass die Stimmung in einer Gesellschaft schnell kippen kann, zeigt die von Emotionen geprägte Feier am Palmsonntag.

Die Geschichte von Jesu Einzug in Jerusalem am Fuße des Ölbergs, Palmweihe und fröhlich-feierliche Stimmung. Diese Erinnerungen werden heutzutage meist mit dem Palmsonntag verknüpft. Ein einfacher, noch nie gerittener Esel war Jesu Reittier – ein Zeichen der Einfach- und Bescheidenheit, ein Zeichen des Gewaltverzichts und des Friedens. Denn große Pferde waren meist bei den Soldaten im Einsatz. Die Jünger legten ihre Kleidung auf den Rücken des Esels und auf den Boden. Jesus sollte es gut gehen. Jubel und Freude, Dankbarkeit über die geschehenen Wunder, Gott wurde gepriesen. Palmbuschen und grüne Zweige, die wir heutzutage am Palmsonntag segnen, sind ein Symbol für das Leben und sollen an Christus erinnern.

Im zweiten Teil der Geschichte ist von der Feierlichkeit nicht mehr viel übrig. Am Palmsonntag wird die liturgische Farbe Rot getragen, welche ein Symbol für das Leiden ist. Die Stimmung innerhalb der Geschichte wandelt sich vom ausgelassen feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem und der Feier des letzten Abendmahls, über Hohn, Spott, Verzweiflung und Wut, bis hin zu gegen Jesus und andere Menschen gerichtete Gewalt, Tot und Trauer.

Dieser Teil kann bereits ein Vorgriff auf die Karwoche – auch stille Woche genannt – und die Karwochen Liturgie gesehen werden, ganz besonders auf jene am Karfreitag. Der Stimmungswandel und die ohne Zweifel brutale Leidensgeschichte Jesu Christi werfen Fragen auf. Fragen, die jede/r Christ/in für sich beantworten muss. Für christliche Kirchen ist Ostern mit der Zeit davor jedenfalls der Höhepunkt im Kirchenjahr. Denn, was bleibt, ist die Hoffnung auf die Auferstehung und der Glaube daran.

 

Zum Bild: Das Bild symbolisiert die beiden Teile der Palmsonntagsliturgie. Es zeigt den Dornen behangenen Zweig einer Rose im kalten, aber bereits schmelzenden Schnee. Von der Sonne angetrieben, werden grünes Gras und ein Gänseblümchen inmitten der weißen Schneedecke sichtbar.

 

Text: © 2016 Michaela Greil/Diözese Linz – inspiriert durch Lk 19,28–40 und Lk 22,14 – 23,56
Foto: © 2016 Michaela Greil/MIG-Pictures e.U.

Michaela Greil ist Theologie-Studentin an der KU Linz,
Mitarbeiterin der Langen Nacht der Kirchen in Oberösterreich,
Freie Journalistin und Öffentlichkeitsarbeiterin,
sowie Berufsfotografin und Filmemacherin.
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